Nur ein Teil
Jenseits der Zahlen: Das Unaussprechliche auf der Bühne.
Zwangsarbeit war während des Nationalsozialismus ein systematisches Verbrechen, das Millionen von Menschen das Leben und die Freiheit raubte. Auch in den Zittwerken bei Sieniawka (ehemaliges Kleinschönau) und in Semily wurden Menschen zur Rüstungsproduktion gezwungen – eine grausame Ironie, bei der sie an der Zerstörung ihrer eigenen Heimat mitwirken mussten.
Eine interdisziplinäre Annäherung In der tschechisch-deutschen Koproduktion „Nur ein Teil“ nähern sich drei Künstlerinnen diesem oft unterbelichteten Kapitel der Geschichte an. Basierend auf dem Tagebuch der Niederländerin Maria-Elizabeth Pouwels und der Kurzgeschichte „Hat of Glass“ von Nava Semel entsteht ein vielschichtiges Porträt:
- Musik: Komponiert und dargeboten von Jana Kubánková.
- Schauspiel: Ausdrucksstark verkörpert durch Martha Pohla.
- Tanz: In den feinen Bewegungen von Elise de Heer.
Unter der Regie von Ingo Putz entsteht eine Performance, die dort ansetzt, wo Fakten und Tabellen enden. Es ist der Versuch, den individuellen Schicksalen eine Stimme, ein Gesicht und einen Körper zu geben.
Eintritt frei: Für dieses Projekt werden kostenlose Zählkarten an der Theaterkasse ausgegeben.
Haus Zittau Studiobühne
Theaterring 12
02763 Zittau
Zählkarten an der Theaterkasse